heute im trainingsplan: Darmkrebsvorsorge

Ab und an höre ich, dass die Sachen, über die ich meist so schreibe überflüssig sind und man die nicht braucht. Und ja, das ist erstaunlicherweise immer richtig! Weil egal ob es um Keramiklager, gewachste Ketten oder bestimmte Intervalle auf dem Rad geht, es geht immer nur um mein Hobby. Und außer um mich schnell […]

Der Baranski Schwarz / Weiß

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Ab und an höre ich, dass die Sachen, über die ich meist so schreibe überflüssig sind und man die nicht braucht. Und ja, das ist erstaunlicherweise immer richtig! Weil egal ob es um Keramiklager, gewachste Ketten oder bestimmte Intervalle auf dem Rad geht, es geht immer nur um mein Hobby. Und außer um mich schnell und glücklich zu machen, ist das wirklich alles überflüssig.

Wirklich wichtig hingegen ist sowas wie genug zu essen zu haben, in Frieden zu leben (Fuck you, Russian battleship!) und gesund zu sein. Und darum geht es heute. Denn das ist jetzt wirklich nur ein Zufall: Heute ist zwar wieder #timetrialtuesday aber ich war auch mal wieder bei der Darmkrebsvorsorge. Dazu jetzt ein ganzer Blogbeitrag? Ja sicher!



Krebs ist und bleibt ein Arschloch. Ob ich mich bei mir umgucke oder bei meinen Kumpels, damit hat jede Familie zu kämpfen. Mit Glück ist/war da noch was zu retten, wenn man ihn rechtzeitig erkennt. Und das ein Krebs ist, der gut zu bekämpfen und heilbar ist. Einer der häufigsten in Deutschland ist Darmkrebs und das ist so einer, man muss eben nur rechtzeitig mal nachgucken. Das macht man per Darmspiegelung beim Internisten und das ist gar nicht so schlimm wie man denkt,  in der Regel verpennt man das nämlich komplett. Grob wird dabei dann per Endoskop im Darm nach dem Rechten geschaut.


Damit das klappt, bist du als Patient die Tage davor kräftig dabei, das alles schön leer und übersichtlich zu machen, weil sonst sieht man ja nichts. Und das ist bei mir immer die größte Hürde und auch der Grund, warum ich das nur im Winter hinbekomme. Ein paar Tage vorher musst du nämlich schonmal alles absetzen, was sonst immer als gesund gilt, aber ewig dauert, bis es aus dem Verdauungstrakt wieder raus ist. Konkret alles an Kernen, Vollkorn, faserigem Essen, ganz viele Gemüsesorten, Nüsse, Haferflocken und und  und. Ich habe mich dieses Jahr echt gewundert, was das alles betrifft und gelandet bin ich dann mehrere Tage statt bei Müsli bei Milchreis. Der ist zwar auch sehr lecker und liefert Carbs für das Training, kam mir aber schnell aus den Ohren wieder raus. Wer den für sich und zum Carbo-Loading wiederendecken möchte, hier mein Rezept, wie damals immer direkt von Muddi:
  • Einen großen Esslöffel Butter in einen großen Kochtopf geben.
  • 250 Gramm Milchreis darin anschwitzen.
  • Einen Liter Vollmilch dazu geben und beim Rühren noch vier Esslöffel braunen Zucker dazugeben.
  • Als Tuning eine ausgeschabte Vanilleschote samt Inhalt oder zur Not Vanillezucker rein da.
  • Kurz aufkochen und dann regelmäßig per Holzlöffel umrühren, damit nichts anbrennt.
  • Das dann eine halbe Stunde köcheln lassen und nachher entweder warm oder so wie ich immer abgekühlt verputzen.


Nächste Stufe ist dann am Vortag eine Komplettentleerung und das geht dann eben nur noch durch 1. wirklich einfach gar nichts mehr essen und 2. durch ein kräftiges Abführmittel, ab dem dann wirklich alle Schleusen offen sind. Meins war dieses Jahr ein Zeug namens „Plenvu“ und auch wenn das angeblich mit Mango-Geschmack war, gäbe das auch ein gutes Brechmittel ab, von dem man auch noch zweimal eine halben Liter runtergurgeln und drin behalten muss. Ziel ist ja aber eben, dass alles unten und nicht oben rauskommt. Weiterer Pluspunkt für Ausdauersportler: Danach schmeckt auch das widerlichste Energiegel für immer und ewig nach roten Rosen!


Den halben Tag vor dem Termin beim Arzt ging dann auch nicht mehr viel, einerseits weil ich ausgehungert und deshalb auch stimmungsmäßig auf dem letzten Loch pfiff und dann weil ich dabei kaum noch vom Pott runterkam. Vorteil: Man kommt da gut zum Lesen und mit der richtigen Lektüre kann man auch da noch einen konkreten Nutzen draus ziehen.


So, und das Fazit? War wieder alles halb so wild, danach ging es gleich zum Dönermann, was mit scharfer Soße fassen und das Ergebnis war auch so wie beim letzten Mal (das war mein dritter Ritt in zirka zehn Jahren): Gut mal nachgeguckt und drüber gesprochen zu haben.


So, und wer jetzt noch zuckt und überlegt das auch mal zu machen – das waren in den Gesprächen der letzten Tagen dann einige potenzielle Debütanten und -innen – ran an die Buletten, außer dem Hungerast ist das gar nicht schlimm!

Next up: Dann auch wieder was zum Thema Fahrrad, Schnellfahrzeug, #fratzengeballer und so. Garantiert!