
Mehr Watt ist immer geil. Vor allem aero.
Was macht ein Zeitfahrer eigentlich im Winter? Na neben dem obligatorischen Training auf und neben dem Rad immer und überall nach Verbesserungspotenzial suchen, um noch etwas schneller als die anderen zu sein. Und natürlich jeden Dienstag nach diesem #timetrialtuesday zu gucken, was andere schnelle Schlaumeier da so posten. Eine meiner Baustellen habe ich für dieses […]

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Hellhörig wurde ich kürzlich bei einem Webinar von Sebastian Weber mit Ryan Mullen. Der kann Zeitfahren und sagte zum Abschluss sowas wie, dass er auf dem TT-Bike eher noch mehr Watt aufbringen könne, als auf dem Rennrad. Meine Beobachtung und die von vielen Experten und Sportlern ging ja in die andere Richtung. Wohlgemerkt, ich war die letzten Jahre deutlich schneller früher. Grob war die Argumentation: Wenn du einen oder zwei KM/H schneller fährst, damit aber weniger Watt als früher aufbringen kannst, dann sei doch glücklich damit.
Mit dem Phänomen habe ich mich vor anderthalb Jahren schonmal für eine größere Story in der triathlon befasst, inklusive der Jungs von HYCYS aus Hamburg, wo wir obigen Kreuzvergleich auch im Labor gemacht haben, mit der von mir so geschätzten Maske für den Atemgasaustausch. Davon sind auch die Bilder samt Spiro. Ergebnis damals irgendwie: Alles kann, nichts muss, mit Tendenz weniger Watt auf dem Aero-Lenker.
Dazu kommt diese Baustelle: Ich habe wieder ein nach UCI-Regularien eingestelltes Rad. Konkret sitze ich da wieder 5 Zentimeter hinter dem Tretlagerlot und die Enden der Extensions sind bei 85 Zentimetern davor. Siehe das Bild auf dem Scott Plasma. Die letzten Jahre „UCI-frei“ hat sich das immer weiter nach vorne entwickelt. Siehe mich auf dem Speedmax bei 0 und 89.
Es geht leider da null um das Aussehen, sondern rein um die Aero-Werte samt praktischer Umsetzbarkeit unter Last. Aus einer meiner Windkanal-Sessions mit JP von Swiss Side habe ich unter anderem mitgenommen, dass mein Rad samt mir oben drauf in der UCI- keine messbare Verschlechterung zu mir in quasi „aufgebohrter“ Position brachte. Hauptknackpunkt war das Halten der muskulär deutlich anstrengenderen Position fünf Zentimeter weiter hinten. So, und was hilft dagegen, neben viel harter Einheiten? Genau: Ab auf die Matte. Und häufiger auch mal wieder zum Physio, der ein bisschen an mir rumbiegt und ein paar Hilfestellungen gibt, so wie mein Experte Folter André Wolter zu dem es nachher noch geht für eine Bestandsaufnahme.
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Bilder copyright Carla Nagel, Bauke Wagenmakers und spomedis GmbH, vielen Dank dafür!



