
kettentuning mit molten speed wax
Obacht, dieser Beitrag enthält Werbung, weil eine Bezugsquelle genannt wird – bevor ihr mich fragt, wo es das Produkt gibt. Man kann sich ja beim Tuning ohne Zweifel schnell an Details aufhängen. Eins davon: die Kette. Ölhaltige Schmiermittel gehen bei mir schon länger nicht mehr ans Rad. Was auf kurze Sicht schön sauber und leise […]

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Man kann sich ja beim Tuning ohne Zweifel schnell an Details aufhängen. Eins davon: die Kette. Ölhaltige Schmiermittel gehen bei mir schon länger nicht mehr ans Rad. Was auf kurze Sicht schön sauber und leise sein mag, kippt relativ schnell ins Gegenteil und zwar in einen derbe verdreckten Antrieb. Der knirrscht nicht nur und saut alles, was mit ihm in Berührung kommt ein, sondern durch den ganzen Dreck im System dreht sich der Antrieb auch schwerer dreht und verschleißt schneller. Die Lösung: relativ neue, teils teure sogenannte Trockenschmiermittel. Dazu gab es von mir vor geraumer Zeit schonmal einen größeren Überblick in der Zeitschrift triathlon . Abgefahren und braucht man nicht? Dann guckt mal genau hin, das Video wurde nach einem Trainingslager aufgenommen und außer der Erstbehandlung hat die Kette nichts mehr an Pflege gesehen.
Du entsorgst gleich die Kassette mit und manchmal sogar die Blätter mit der alten Kette?
Dann kannst du hier zum Training abbiegen, denn es wird noch ein bisschen aufwändiger.
Dafür haben aber alle Drangebliebenen bald länger Freude an einem gut funktionierenden Antrieb, weniger Verschleiß und das gute Gefühl, dass man hier weniger Leistung einbüßt als Kollege Dreckspatz mit dem Kettenblatt-Tattoo am Bein, der immer alles besser weiß. Weil das hat man ja früher auch immer so gemacht mit dem Nähmaschinenöl. Wie man das genau macht mit dem Wachsen habe ich mal zusammengefasst. Aber holt euch erstmal einen Kaffee, denn es folgt ein bisschen mehr Text.
Also, im Einzelnen geht das so mit dem Wachsen:
Die Kette wird von mir im Neuzustand auf dem Smarttrainer eine Stunde bei wechselnden Gängen eingefahren. Kettenblatt und Ritzel sind hierbei komplett sauber. Wenn man danach mit einem Lappen über die vermeintlich saubere, weil ja nagelneue Kette geht, wird man sich beim ersten Mal wundern, was hier für eine schwarze Soße rauskommt. Grund ist der Mix aus Metallabrieb und viel zu viel Fett in den Ketten.
Jetzt wird das Wachsgranulat per Schongarer verflüssigt. Schongarer, weil der immer unter 100° bleibt, idealerweise so bei 90°. Das Wachs soll ja nur fließen und nicht brennen. Und außerdem hat man es später parat für die nächste Rutsche, dann als Block. Bis das Wachs so richtig flüssig ist, dauert es allerdings eine Weile. So wie die ganze Aktion.
Wenn es flüssig ist, dann sieht das ganze aus wie Altöl, nur eben viel dünnflüssiger. In diesem Bad schwenkt ihr jetzt die vorbereitete Kette. Am besten zieht man die dazu auf einen gebogenen Draht, einen alten Kleiderbügel aus Alu oder eine lange Speiche. Dann raus aus dem Wachsbad, leicht ausschütteln und zum Trocknen aufhängen. Gleiches mache ich dann auch immer noch für das Schloss. Das Wachs ist zwar ungiftig und harmlos, aber ich emfpehle dabei was unterzulegen. Auf gewachstem Boden rutscht man nämlich auch viel besser aus. Weil der ganze Prozess am besten als Film erklärt ist, geht es bei Interesse bitte hier entlang und ich empfehle mit Ton an!
Update: hier geht es zu den wohl häufigsten Fragen zu dem Produkt und seiner Anwendung.
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