
Energieversorgung auf dem Rad
Werbung, weil am Ende ein Produkt hochgelobt wird. Heute geht es um die Energieversorgung unterwegs. Und dabei meine ich entweder die bei längeren Trainingseinheiten oder extrem langen Zeitfahren, wie ich es immer als Staffelfahrer in Roth oder bei dem noch anstehenden Monsterzeitfahren in Almere mache. Die 180 oder 123 Kilometer sind halt was anderes als […]

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Heute geht es um die Energieversorgung unterwegs. Und dabei meine ich entweder die bei längeren Trainingseinheiten oder extrem langen Zeitfahren, wie ich es immer als Staffelfahrer in Roth oder bei dem noch anstehenden Monsterzeitfahren in Almere mache. Die 180 oder 123 Kilometer sind halt was anderes als die klassischen Zeitfahren, wo ich gar nichts zu mir nehme/nehmen kann. Dazu gab es vor geraumer Zeit schon mal was in meinen Zeitfahrhacks, siehe hier.
Also: wenn ich mich entsprechend lange und hart belaste, dann brauche ich regelmäßig Nachschub an Kohlenhydraten, sonst ist der Ofen nach 90 Minuten aus. Man kann das auch bei jeder RTF beobachten: die ersten 60 Kilometer wird mit einem 40er Schnitt und mehr auf Teufel komm raus geballert und plötzlich werden alle ganz gemütlich und fangen das Quatschen an. Auch das liegt daran, dass nach 90 Minuten die Glykogenspeicher in der Muskulatur und der Leber einfach leer sind.
Was dann am besten geht, ist flüssiger Nachschub, einfach weil er schneller rein und dann ins Blut geht. Und man lieber durch den Mund atmet, als noch zu kauen, wenn das Tempo hoch bleibt.
Der Transport auf dem Rad geht am besten so: ihr füllt eine 750er Flasche mit trinkfertiger Konzentration, bei mir ist es das Maximum von 90 Gramm Kohlenhydraten in Wasser. Das hält dann zirka eine Stunde. Die zweite Flasche wird mit einem konzentrierteren Gemisch gefüllt, etwa doppelt oder dreifach. Das kann schon mal sirupartig werden. Weil es unterwegs bei jedem Wettkampf oder zur Not an der Tanke Wasser gibt, verlängert ihr das dann unterwegs mit der ersten ausgetrunkenen Flasche über mehrere Rutschen. Was im Wettkampf und speziell beim Triathlon auch gut geht, ist eine Aeroflasche am Rahmen mit Gelkonzentrat, mit der ihr dann immer das Trinksystem am Lenker mit einem Schuss nach- und dann mit Wasser auffüllt. Wenn man das geschickt taktet, reicht das in konzentrierter Form für die Energieversorgung bei einer ganzen Langdistanz.
Eine runde Flasche kann man dabei immer noch als Backup oder reinen Wassertank hinterm Sattel haben. Überall anders, außer eventuell noch zwischen den Armen aber bitte nicht. Rund ist aus aerodynamischer Sicht nämlich immer schlecht!
Und dafür fahrt ihr nicht alle so ein teures Rad, das mit viel Hinrschmalz Richtung guter Aerodynamik entwickelt wurde.
So, und was habe ich jetzt immer an Bord? Entweder was Selbstgebasteltes in Form von Maltodextrin und ein paar Zusätzen wie Salz, für den Geschmack kalten Chai- oder Roibostee, Ingwersaft und eventuell sogar einen Shot Espresso.
Und die ist bei mir im Umfeld Wettkampf immer extrem sensibel.
Weiterer Pluspunkt: GU bietet das Gel auch als Nachfüllbeutel mit knapp 500 Gramm Inhalt an, damit man nicht mit jedem kleinen Schluck oder Haps eine Geltüte als Müll fabriziert und die dann unterwegs loswerden muss oder das schöne weiße Trikot vollsaut. Die Verpackung von üblichen Gels mit 30 oder 40 Gramm ist mir eh immer schon zu wenig gewesen und so richtig gut gelöst hat es auch noch kein Anbieter, sowas unterwegs einhändig aufzumachen und während voller Fahrt alles an Inhalt rauszubekommen. Manchmal fülle ich mir das auch noch ab in kleiner Flaschen für unterwegs. Kleiner Tipp: mit etwas Wasser verdünnt, gehen viele Gels schonmal besser runter. Und wenn ihr zum Auflösen zuhause warmes Wasser nehmt, dann lösen die sich auch viel besser im Wasser auf. Auch so dickflüssige Produkte wie die von GU.
Also, ich wünsche gutes Gelingen, ob nun in Hamburg, Hannover oder demnächst wieder am Hualalai!



