
Das i-Tüpfelchen der Marginal Gains: Molten Speed Wax Race Powder
Mehr geht immer, auch wenn es in der Spitze dann dünn und die Schritte ganz klein werden. Das gilt für alles Richtung Aerodynamik genauso wie beim Tuning der kostbaren Bike-Parts: Erst ist es ganz günstig und bringt richtig viel, später geht es dann entweder richtig ins Geld und/oder die Sprünge nach oben werden homöopathisch. Du […]

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- Pudert immer draußen und bei Windstille (kein Witz!).
- Zieht immer Einweg-Gummihandschuhe über.
- Passt auf, welche Teil vom Rad ihr im Zuge des Puderns dann damit berührend könnt. Die Pedale sind schnell grau statt was auch immer.
- Damit so wenig wie möglich vom teuren Pulver daneben geht, dreht die Kurbel rückwärts mit der geöffneten Dose darunter und gepudertem Pinsel darüber. Den findet ihr wie das Puder auch natürlich bei mir im Shop.
- Das Puder soll richtig in die Kette rein, dazu sollte diese schon eingelaufen sein und sie sollte ausnahmsweise so viel Schräglauf wie möglich haben, damit genug Spielraum zwischen den Außen- und Innengliedern ist.
- Ich habe immer ein Stück Pappe darunter befestigt, weil jede Menge teures Pulver sonst im Off landet und den Boden schmiert. Wenn ihr das jetzt richtig macht, könnt ihr überschüssiges Puder so wieder in die Dose zurückschütten und die Packung mit guten 60 Gramm hält wirklich ewig.
Kleiner Exkurs noch zum Thema PTFE oder Polytetrafluorethylen. Das habe ich früher auch mal verwendet und es gibt auch Anbieter von gewachsten Ketten, die ihre Modelle damit pauschal nach dem Wachsen behandeln. Das sieht dann aus wie in Backpulver eingelegt. Auch PTFE landet überall, dann eben weiß statt grau. Früher war das auch mal Bestandteil vom Molten Speed Wax, ist da aber ganz bewusst schon länger nicht mehr drin. Warum? PTFE ist inzwischen sagen wir mal mindestens umstritten. Es ist inert, das bedeutet, es baut sich nie wieder ab und wer auf sowas wie Mikroplastik in der Umwelt alert reagiert, der muss das nicht noch für marginale Gains auf die Kette pudern und damit dann durch die Natur fahren. Zudem nutze ich das neue Pulver wirklich nur bei Trockenheit, bei Nässe lasse ich das weg. Aus meiner Sicht geht auch da dann nichts über eine gut und frisch gewachste Kette. Auf die Frage, was man denn mit dem Rad machen solle, wenn es beim Ironman Hawaii in Kona nachts in der Wechselzone noch regnen würde und dann die gepuderte weiße Kette nass werden würde (die ist nämlich nur für trockene Bedingungen ausgewiesen) kam dann der Tipp, die zur Sicherheit in eine fette Fettpackung zu hüllen. Alles klar 😉 ?
Du willst jetzt partout wissen, was das noch spart? Es geisterte mal die Aussage von sechs Prozent, gemessen vom unabhängigen Anbieter Friction Facts im Netz rum. Ich habe da damals tatsächlich PDFs kaufen können, wo es um Unterschiede bei den Lagern von Pedalen usw. ging. Leider ist die Seite inzwischen aber offline, dieser Tester aus den USA von Reibung, Schmiermitteln und Co. wurde vor Jahren mal von den Dänen von CeramicSpeed aufgekauft. Den Screenshot habe ich aber trotzdem noch, für mich war der Laden auf jeden Fall eine Inspiration, auch wenn ich heute gern wüsste, auf was genau sich die sechs Prozent beziehen und unter welchen Messbedingungen solche Claims zustande kamen.
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