
100 % Grassroots Racing in Bergen am 3.9.2022
Rückblick: Vor knapp 20 Jahren fuhr ich das erste Mal Olmsruh. Das war ein Zufallsfund, ebenso wie kurz vorher der Aero-Lenker bei mir am Rad. Den konnte ich mir da vorher nie vorstellen, der klang immer so nach Laktatnebel und Brennen auf den Bronchien. Inzwischen habe ich das ja alles liebgewonnen. Von dem Klassiker 3 […]

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Von dem Klassiker 3 x 10 Olmsruh hatte ich am Freitag gehört, da war das Rennen am Samstag natürlich schon ausgebucht, ich schätze mal so mit 150 bis 200 Leuten. Ein Vereinskollege konnte aber nicht, und dafür sprang ich dann ein. Gewonnen hat ein Herr Brzezinski aus dem Wendland, damals noch im Trikot einer italienischen Nachwuchs-Profitruppe. Und so schnell war Ralph Behnke aus Harburg davor und auch danach nicht beim Zeitfahren, er wurde prompt Zweiter.
Die Folgejahre war ich da immer wieder am Start und gewonnen habe ich auch ein paar Austragungen. Es gibt Bilder vom Podest, wo ich meinen Sohn als Baby auf dem Arm habe, dann als Kleinkind neben mir und so weiter. Mittlerweile ist der so groß wie ich und hochheben ist nicht mehr.
Geprägt hat mich das Rennen samt Grill, Tombola und Kuchenbuffet aber trotzdem. Sonst wäre ich heute nicht so angefixt, dass ich kommende Woche WM und KOTL fahren würde. Sozusagen ein Wald- und Wiesen-Zeitfahren als Nachwuchsarbeit für Mittdreißiger. Und glaubt es oder nicht, so sind viele Quereinsteiger überhaupt erst zum Zeitfahren gekommen, wenn sie nicht schon als Teenager auf Vereinsebene an den Lizenzradsport ran geführt worden wären. Und leider sind die Lizenzrennen vom Drumherum auch meist ein Trauerspiel und man ist froh, da schnell wieder wegzukommen.
Samstag war jetzt wieder was aus der Reihe „sportlich eher uninteressant“, aber trotzdem waren wieder eine ganze Reihe von Startern bei der Vereinsmeisterschaft des VfL Westercelle in die Nähe von Bergen gekommen. Der Kurs war der Hammer, wenn auch etwas tricky, weil regulär nicht befahrbar. Da patrouillieren nämlich die Feldjäger, weil Militärgelände. Thorsten Lübke hatte aber eine Ausnahme bekommen und so konnten wir uns auf überraschend welligen und windigen 30 Kilometern so richtig in den Beton schrauben. Und das quasi bei vollgesperrten Bedingungen, die man sonst kaum findet. Ein Wendepunkt hieß 15 Kilometer Kopf runter, umdrehen und retour. Sowas gibt es sonst kaum, aber, Achtung, kommendes Jahr auch in größerem Stil als richtige Veranstaltung, die man sich schonmal merken sollte. Mehr Infos gibt es beizeiten dann hier. Und weil mir immer alle klagen es gäbe ja immer weniger TTs, ich will euch da alle sehen nächsten September.
Gewonnen hat übrigens Ole Saalmann, der ist auch so alt wie ich, noch größer und hat früher offenbar noch mehr Alete bekommen. Dritter wurde Sascha Stallmann aus Bremen. Wer sich von den Typen auf dem Podium am meisten gefreut hat? Ratet selbst, auf jeden Fall gibt es bei mir im derbaranski.shop vom Stalli bald eine knallbunte Action-Figur.
So, und das Beste noch zum Schluss: Auch Olmsruh wird ein Revival geben! Die Jungs und Mädels vom Post SV Uelzen sind nämlich dran, das Rennen zu übernehmen und 2023 wieder auszurichten. Mehr Infos siehe hier.
In diesem Sinne: Lang lebe das Grassroots Racing!
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