
Auf zum schrauben ins wendland: die TDW 2020
In dieses Wendland fahre ich immer gern. Irgendwie tickt da alles ein bisschen anders und weit weg ist es trotzdem nicht. Dieses Jahr war es am Wochenende mit der „Tour de Wendland“ dann auch mein erster richtiger Wettkampf, zwei Zeitfahren und dazwischen ein Straßenrennen. Eigentlich fahre ich die ja nicht mehr und das hat auch […]

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Dieses Jahr war es am Wochenende mit der „Tour de Wendland“ dann auch mein erster richtiger Wettkampf, zwei Zeitfahren und dazwischen ein Straßenrennen. Eigentlich fahre ich die ja nicht mehr und das hat auch seine Gründe. Aber weil ja sonst nichts los ist, war das mal als Ausbelastungswochenende geplant. So richtig schön in den Asphalt schrauben, also im übertragegen Sinne. Das war die Idee.
Umso erstaunlicher, dass die Dreitagestour genehmigt wurde. Organisieren tun das schwerpunktmäßig immer Vadder und Sohn Brzezinski – gegen immer mehr Widerstände und Auflagen, jetzt halt auch noch gegen dieses blöde Corona. Das war dann auch der Grund dafür, warum die zweite Straßenetappe, sonst immer ein Samstagabend-Rundstreckenrennen, beinahe ersatzlos ausfiel. In erster Linie wohl wegen der Zuschauer, die man nicht hätte bändigen und auf Distanz zueinander hätte halten können.
Plan war also dieser, immer unter der Vorgabe, ordentlich an der Form zu schrauben und zu feilen:
- Freitag abends als Prolog knackige 9 Kilometer die Elbuferstraße hoch und runter und wieder hoch.
- Samstag 120 Kilometer Straßenrennen auf sechs Runden.
- Sonntag dann noch eine der Runden auf Dampf als Zeitfahren, auch wieder inklusive aller Wellen an der Elbe, Ziel oben bei der Jugendherberge in Hitzacker.
Weil der Prolog bisher immer eine von-A-nach-B-Strecke war, habe ich schlau wie Schlange bei der Anfahrt schon einen Beutel mit trockenen Klamotten im Gebüsch versteckt, es war nämlich noch kalt und nass. Am Start angekommen erfuhr ich dann zum Glück noch, dass man das wegen das Ausfalls vom Rundstreckenrennen kilometertechnisch ein wenig aufbohren würde und wir wieder zurück nach Hitzacker mussten. Hieß dann schnell wieder zurück zum Kniepenberg, meine Sachen holen. Und als Prolog dann statt knapp zehn fast 20 Minuten zu fahren. Mit doppelt so vielen Höhenmetern, abends um halb acht. Wer das dort nicht kennt: bis zum Harz findet man hier im Norden nichts vergleichbares an Steigungen. Samt Kurven. Der Prolog war dabei ein wenig wie Achterbahnfahren auf dem Aerolenker.
Das hat dann so passabel wie möglich geklappt und ich wurde noch Zweiter hinter einem schon da formidabel aufgelegten Tino Beck, dem roten Brummer von Köthen.
Angenehm aufgefallen ist mir noch das: ich habe meine erst TDW vor 18 Jahren gefahren. Dieses Jahr waren massig Starter vor Ort, die damals gerade oder noch danach auf die Welt kamen. Inklusive Groupies, Mama, Papa, Oma und Opa. Soviel zum Thema Nachwuchs. Bitte alle dranbleiben!
Ich bin dann mit meiner Fangruppe (Frau und beide Hunde) runter nach Hitzacker an den Hafen, das Wochenende ausklingen lassen. Das Bier war auch gut, kam auch von da: Wendlandbräu!



