
da ist Licht am Ende des Tunnels!
Achtung: hier geht es nicht um Corona, dafür im weitesten Sinn aber wieder mal um was mit „Aero“. Wer hier häufiger mitliest, der wird es kennen, dieses Kribbeln. Also zumindest das bei mir in der Hand, was als Verlängerung dann zum Einschlafen der Hand führt. Das begleitet mich nun schon ein paar Jahre und fand […]

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Seitdem war ich mit diversen Experten dazu am Rumdoktern. Besser wurde das aber nicht, speziell dieses Jahr nur immer noch mieser: egal wie lang das Zeitfahren war, irgendwann schlief mir immer die linke Hand ein und mein Fokus war weg. So einen limitierenden Faktor braucht man im Wettkampf ungefähr so wie eine Wespe im Helm. Ein Höhepunkt diesen Spätsommer war eine Tour mit meinem Sparringspartner Matten „halb Mensch, halb Tier“ Jacke am Elbdeich. Da schenken wir uns gern die 30 Kilometer von der Tatenberger Schleuse bis Geesthacht einen ein. Wer zuerst zuckt oder jammert, der hat verloren. An dem Tag war ich das, mehrfach und kurz vorm Heulen. Wenn die Beine und die Form stimmen, aber du merkst, dass das alles nichts bringt, dann ist halt die logische Konsequenz, das schöne Rad ins Bushäuschen zu schleudern und erstmal kräftig Dampf abzulassen.
Beim diesjährigen KOTL stellt sich das dann so dar: so viel Watt wie noch nie getreten aber so langsam wie noch nie gewesen. Könnte damit zu tun haben, dass ich häufiger mal aufrecht gesessen und am Basislenker außen gegriffen habe und die Hand ausgeschüttelt.
Grob wusste ich also schon, was fällig war: eine OP am Karpaltunnel. Das ist der Bereich in der Hand, durch den alle Nerven müssen, die in die Finger wollen, neben dem Schlüsselbein ein Radfahrerklassiker. Der Tunnel war bereits durchgemessen worden und schon damals stimmte da links was nicht. Als Linkshänder habe ich dann erstmal auf ein Mousepad mit Gelkissen und eine Schiene für nachts gesetzt. Ohne, dass das außer im Büro groß was an Entlastung gebracht hätte.
Diesen November habe ich mir beim Neurologen nochmal die Aussage abgeholt, dass das von alleine nur noch eines werden würde: schlimmer.
Also ran an die OP und in den sauren Apfel gebissen. Das war Anfang Dezember. Danach war die Couch erstmal meine. Unsere Hunden haben anfangs doof geguckt, da lag plötzlich den ganzen Tag schon einer.
Weiterer Bonus nach diesem komischen Jahr: das Folgejahr kann nur besser werden, auch abseits von solchen unwichtigen Dingen wie Sport.
So, das war der letzte Blogpost für den Dezember. Eine letzte Notiz noch an dieses 2020: magst du jetzt bitte ganz schnell zu Ende gehen? Du brauchst auch nicht mehr wiederzukommen, ich konnte dich so richtig nämlich noch nie ab!
Yours sincerely,
Der Baranski



