
Recap Norddeutsche Zeitfahrmeisterschaft 2023
Das erste Zeitfahren dieses Jahr war am Samstag gleich das Event, das jahrelang ganz oben bei mir in der Prio-A-Liste stand: Die Meisterschaft der vier Nordverbände im BDR im Einzelzeitfahren. Erstmalig fand die nicht im Frühjahr, sondern im norddeutschen Spätwinter statt. Verdammte Axt, war das kalt! Ausgetragen wurden die Meisterschaften wie in 2022 wieder in […]

Datum
Lesezeit
Kategorie
Archiv
Tasdorf bot konstant unter zehn Grad und einen arschkalten Wind. Gefehlt hat eigentlich nur noch Graupel oder Regen. Warmbleiben war also das A und O in den Stunden vor dem Wettkampf. Warmgefahren habe ich mich dann in Thermosachen und damit ich auf der Wiese vom Parkplatz keine nassen Füße bekomme, hatten wir extra eine Bahn alten PVC Bodenbelag dabei. Sonst war auch alles tiptop vorbereitet, zumindest am Material. Die Kette hatte ich sogar gepudert, was ich sonst fast nie mache und alles war ready for racing. Bloß ich wohl nicht.
Mittwoch war ich nochmal auf der Strecke und da lief es ganz gut. Samstag war allerdings schon auf der ersten von drei Runden klar, dass das ganz böse werde würde. Etwa, wenn man als Anhaltspunkt die Zeit und Watt vom Vorjahr weiß und das dann dahinschmelzen sieht. Oder der nachher dann Zweitplatzierte einen einfach doof stehen lässt und am Horizont verschwindet (schön gemacht, Herr Kitzki), dann ist der Ofen auch gern mal vor der Ziellinie aus. Sprich, das war alles ganz großes Elend und ich meine nicht den Zustand, auf den man sich beim Zeitfahren ja vorher einstellen kann.
Und was ist jetzt das Fazit? Nächstes Jahr Senioren 3 fahren? Den ganzen Aufwand weiter betreiben und vielleicht nie wieder dahin kommen, wo ich bis zum letzten Jahr noch war? Da waren 30 Watt mehr auf der Uhr. Oder doch wieder anfangen mit den Bartagamen oder was anderem im Terrarium?
Ich weiß es nicht. Und ich brauche jetzt ganz explizit kein Mitleid oder sicher nett gemeinte aufmunternde Worte. Helfen könnte höchstens was in Richtung „Hör endlich auf du alter Sack, du kannst eh nichts und wir mochten dich alle noch nie!“. Aus solchen Sprüchen ziehe ich seit zwanzig Jahren nämlich gern mal meine Extraportion Motivation.
Das Ding muss ich jetzt mit mir selbst ausmachen und das Ergebnis ist ausgesprochen offen. Das mit dem Aufhören kann ja eh keiner mehr hören, aber ich sage es mal so: So kurz davor wie aktuell bin ich an dem Schritt noch nie gewesen, und das nicht erst seit Samstag. Ohne Biss ging bei mir schon früher beim BMX Rennen nichts mehr. Bloß da war von einem auf den anderen Tag die Lust weg, und ich habe es auch nie vermisst. Zumindest das wäre aktuell was anderes mit dem Rad mit dem Aero-Lenker. Irgendwie ist das ja inzwischen auch mehr als nur ein Hobby, etwa mit meinem, warte, da war doch noch was…
Wer von euch noch so richtig geiles Schnellfahrzeug braucht, damit er/sie zumindest beim Material keine Ausreden mehr hat, der besucht jetzt bitte ganz geschwind meinen derbaranski.shop und kauft ihn ratzekahl leer bevor die Konkurrenz es tut!
Also, wir sehen uns, ihr schönen schnellen Menschen. Oder vielleicht auch nicht mehr.
Der Baranski



