
Recap roadtrip Zeitfahren Sankt johann
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Heute im Blog: Alles rund um den Trip zum Zeitfahren beim Radweltpokal, neudeutsch „Masters World Championships Time Trial“ in Sankt Johann in Tirol. Früher war das jedes Jahr die UCI-WM der Master. Die findet inzwischen jedes Jahr woanders statt, dieses Jahr in Schottland, nächstes dann […]

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Vor Ort gibt es auch eine eigene Carbon-Fertigung samt Autoklav, wo gerade das neue Cockpit für Lucie Charles-Barclay gebaut wurde. Und dank eines eigenen Teams für Messebau und Co. sieht nicht nur die Hausmesse und die Kantine aus wie das „Alte Mädchen“ in Hamburg, sondern auch jede Kaffeeküche und die Ruhebereiche für das Team. Wer also einen Job in der Radbranche sucht, es gern grün mag und im Winter Langlauf machen möchte: Da wird – wie überall – nach guten Leuten gesucht.
Persönlich finde ich es immer toll zu sehen, was aus Firmen wird, die Anfang der 90er mit etwas angefangen haben, auf das sie einfach Bock hatten und dann immer wieder den richtigen Riecher hatten. CUBE etwa baut so um die 1,2 Millionen Räder im Jahr. Kürzlich war ich mal in Koblenz bei Canyon, wo es ähnlich aussieht, siehe hier.
Abends vor dem obligatorischen Biergarten (Klar, Bayern) ging es noch mit dem fettesten E-MTB die Berge hoch und wieder runter. Und nein, ich war jetzt nicht der Erste, der das nicht geil fand.
Auch auffällig: es waren noch mehr Trachten-Mädels als beim letzten Mal unterwegs. Viel zu spät habe ich dann erfahren, dass Andreas Gabalier den Tag das Tennisstadion von Kitzbühel gerockt hat. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich nämlich trotzdem trainieren gefahren und hätte mir den Rennkurs angeguckt.
Im fließenden Verkehr war das gar nicht so einfach und den Großteil bin ich dann leider am Basebar gefahren, weil alles andere einfach viel zu gefährlich war. Die 20 TT-Kilometer von Sankt Johann sind immer genau zehn davon ein Tal entlang und nach einer kurzen steilen Kinke und Wende geht es wieder zurück. Egal in welche Richtung man da knallt und guckt, es sieht immer so aus, als ginge es leicht bergan. Das Gas kann man da aber bis auf die Wende immer stehen lassen und die Kilometer danke Schildern runterzählen. Soweit man denn noch zählen kann in dem Zustand.
Tag 3
Sonntag ging es dann bei der Vorbelastung nochmal auf den Kurs und nach genau einer Runde hatte ich genug. Genug vorbelastet und auch wieder von den Autos samt Bikes auf dem Heckträger, die es eilig mit dem schön eng überholen hatten. Nachmittags ging es dann zur Anmeldung mit dem üblichen Theater, wenn ein Seniorenfahrer im muffigen Retrotrikot sich über irgendwelche Ergebnislisten beschwert und damit den ganzen Verkehr aufhält. Schonmal schön: Hier gibt es mit dem Starterbeutel für jeden gleich einen kleinen Mikropokal, vermutlich wegen des Namens Weltpokal. Wer noch einen sucht, meiner müsste da noch irgendwo rumstehen, samt Proben von Popocreme und Co..
Tag 4 D-Day
Zum Glück war ich früh dran und das Tal lag zur Hälfte noch im Schatten. Trotzdem ging da auch jetzt ohne Kühlweste nichts mehr beim Aufwärmen. Neben mir war ein älteres Ehepaar aus Plauen samt Uralt-Material und -klamotten, es gibt da inzwischen nämlich auch eine Retro-Wertung für Zeitfahren. Ansonsten wohin man auch sah nur Shivs, P5s, Plasmas, Hanzos und andere Geschosse. So soll das sein. Von Niveau war das Feld auch ganz gut sortiert, was mal wieder einer der Gründe für die weite Anreise war. Mindestens genauso ambitioniert waren dann auch meine Pläne, was Watt und Platzierung anging. Um es kurz zu machen: Hat beides wieder nicht so ganz geklappt. Meine Werte im Training kommen so ganz langsam aus dem Quark, aber 20 Rennkilometer klappt das nicht wie geplant. Ganz vielleicht muss ich einfach mal kleinere Brötchen backen, aber der 16. Platz gesamt und Dritter in der AK sind nichts, mit dem ich zufrieden bin.
Bei der Siegerehrung wurde dann noch eine Menge Bier getrunken, so viele IPAs habe ich lange nicht mehr durch meinen Rucksack geschleust, auch dank Herrn Wiegand, der sich damit für irgendwas bedanken wollte. Gern geschehen. Nach einem Ekeldöner (wieder Marktplatz, aber andere Seite) ging es dann in die Heia.
Bisher leider noch Mangelware sind Bilder von der Veranstaltung außer hier im Album auf Facebook von Erika Egitto aus Italien. Wer ganz geduldig ist und sucht, der findet auch noch mehr von mir: schwarzer Schuhe, gelber Helm, Shoulder Shrug und trotzdem keine 50 km/h wie die Herren Lemp und Donei.
Nächster Stopp ist jetzt kommendes Wochenende mit zweimal 30-Kilometer-Zeitfahren in der Heide und dann am 16.9. der KOTL rund um den Attersee, wie immer und inzwischen bei ganz vielen schnellen Menschen das Saisonhighlight.
Achtung, weil schon welche von euch fragen: Es lohnt sich offenbar doch noch, regelmäßig mal diese Webseite zu aktualisieren, wenn man sich am letzten Septembersonntag nochmal so richtig schön einseifen möchte beim Monsterzeitfahren.
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