
Kettenwachsen leicht gemacht. Und richtig.
Kettenwachsen leicht gemacht: Der Baranski-Guide für längere Lebensdauer und bessere Performance Der ultimative Leitfaden zum Kettenwachsen vom Baranski English version see below! Rückblick: Vor gut zehn Jahren, der kleine Marcus in einer Gruppe von Radrennfahrern: „Hallo, ich bin der Baranski und ich bade meine Fahrradketten in heißem Wachs.“ Darauf kam nur mitleidiges Gelächter. Was damals […]

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Rückblick: Vor gut zehn Jahren, der kleine Marcus in einer Gruppe von Radrennfahrern: „Hallo, ich bin der Baranski und ich bade meine Fahrradketten in heißem Wachs.“ Darauf kam nur mitleidiges Gelächter. Was damals vorsichtig ausgedrückt etwas spleenig klang ist heute Mainstream, nämlich das Heißwachsen von Fahrradketten. Und das hat seine Gründe:
Leichtlauf
Der postulierte leichtere Lauf von gewachsten Ketten ist mehrfach erwiesen, kürzlich erst per Test in der tour und der bike, durchgeführt durch den Ingenieur Robert Kühnen. Der Test ist gut gemacht und führt neben den Marginal Gains vom Kettenwachsen gleich zum zweitem Punkt, der für viele viel wichtiger ist als drei oder vier Watt Einsparung zur Fabrikfettpackung, die an den Ketten als Rostschutz klebt:
Viel weniger Verschleiß
Dadurch, dass weniger Dreck und Abrieb anhaftet, halten alle Antriebsteile wesentlich länger als bei ölhaltigen Schmiermitteln. Ehemals als Verschleißteile stiefmütterlich behandelte Parts wie Ritzelpakete, Ketten und Kettenblätter kosten heute oft ein Vermögen. Beispiel gefällig? Die neue 13-fach Kassette der SRAM RED XPLR für Gravelbikes hat einen satten UVP von 675 Euro. Sowas wie hier das runterpolierte Schaltröllchen kommen zwar nicht mehr gar nicht, aber viel seltener vor.
Durch gar kein Fett mehr und je nach Nachbehandlung bleiben einmal heiß gewachste Ketten meist sehr sauber (Ausnahme dann weiter unten). Das hat zur Folge, dass du auch als radtechnischer Neandertaler beim Rad-Treff mit deinen Buddies nicht mehr ausgelacht wirst, wenn du mit verschmierter Wade, Rapha Socke oder ähnlichem Anfängerstyle beim Dienstagstreff ankommst. Das gilt auch für schwarze Schmierspuren zu Hause an der Couch, im Himmel vom Auto oder auf dem Perser von Mutti.
Hier sind sie also, die ultimativen Tipps zum Kettenwachsen vom Baranski. Alles im Folgenden gilt so neben den Beispielprodukten, die ich nutze auch für so gut wie alle anderen Produkte aus dem Bereich Kettenpflege. Ach ja, und wer noch Wachs, die nötigen Utensilien oder gleich fertig von mir gepimpte Ketten kaufen möchte, der wird im derbaranski.shop fündig, der inzwischen auch aus dem Spleen von damals entstanden ist.
Fangt mit einer neuen Kette an
Es hilft ja alles nichts, im Weiteren geben wir richtig Gas, damit die Kette einmal so richtig fett- und dreckfrei wird, um das Wachs richtig anhaften zu lassen. Springt dazu über euren Schatten und kauft gleich neue Ketten. Die sind zwar dick und fett im Rostschutzfett verpackt, aber Dreck und Staub war da noch nie dran.
Die Qualität der Ketten
Ich habe schon alles an Billigversionen von Ketten hier gesehen, die sich bereits beim Ultraschallbad verfärbt haben. Ganz schlimm sind Budgetvarianten von KMC gewesen. Die sind dann im weiteren Verlauf ihres Lebens prädestiniert um zu rosten. Bei mir gibt es deshalb nur noch Shimano Ultegra/XT beziehungsweise Force/Red Ketten von SRAM. Die sind von der Metall- und spezielle Oberflächengüte widerstandsfähig genug etwa durch das Vernickeln und Verchromen von Bolzen, Rollen und Laschen.
Wiederverwendbare Kettenschlösser
Sowohl SRAM als auch Shimano verkaufen nicht nur gerne Ketten, sondern auch Kettenschlösser. Die sind auf jeden Fall um Welten besser als Nietstifte und zum Wechseln der Kette unerlässlich, wenn es ans Nachwachsen per Heißwachs geht. Allerdings sind die offiziell nur für den einmaligen Gebrauch. Ich setzte deshalb schon seit Ewigkeiten auf die von YBN (Yaban), die man mehrfach auf und zu machen kann. Besonders gut geht das mit den beiden Zangen der Taiwanesen. Alle Varianten, auch für die Flattop-Ketten wie die von SRAM, findet man hier bei mir im derbaranski.shop.
Exkurs Rennkette für Prio-A-Einsätze: Ich fahre nigelnagelneue Ketten einmal im Jahr auf der Rolle auf einem komplett sauberen Antrieb ein, um diese erstmalig von innen zu polieren und noch etwas mehr Tuning herauszuholen. Die durchlaufen danach dann das gleiche Prozedere ab hier und es kommt da in den Folgeschritten eine richtig schwarze Soße aus Fett und Metallabrieb raus. Diesen Aufriss habe ich dann vorkonfiguriert für Rennen parat, und zwar je nach Übersetzung vorgeschnitten. Zum Blog für die immer richtige Kettenlänge geht es übrigens hier. Auch interessant: Messungen haben gezeigt, dass Ketten bis zu einem bestimmten Punkt mit der Laufzeit an Effizienz gewinnen.
Die Herstellerschmiere ist das Letzte, was ihr da als Schmierung für den Fahrbetrieb nehmen solltet. Das Erstfett ist da herstellerseitig nur drauf, damit die Ketten nicht gammeln, wenn sie in irgendeinem Regal oder Schiffscontainer liegen. Korrosion wird hier bei uns oft unterschätzt, aber fragt mal in Asien nach. Ich habe ewig versucht, fettfreie Ketten bekommt man nicht mal per Luftfracht von dort. Und selbst die inzwischen aus Portugal stammenden SRAM Ketten sind dick und fett in einem Fettschutz verpackt. Das Entfetten ist in der Tat der aufwendigste Posten beim Kettenwachsen, aber es lohnt sich, hier gründlich zu arbeiten. Das ist so danach nie wieder nötig und es rentiert sich in deutlich höheren Standzeiten der gewachsten Kette, bis die nächst Schmierung fällig ist. Häufigster Grund für ein frühzeitiges Abnehmen der Schmierleistung ist fast immer das Abkürzen an dieser Stelle. Deine gewachste Kette quietscht nach 100 Kilometern schon wieder? Dann bist du hier richtig. Also wie macht man das am besten?
Das gute alte Waschbenzin
Finger weg von Aceton
Bisher taucht hier nicht einmal Aceton auf und das hat seine Gründe. Du nimmst das immer, weil es ja das Gleiche ist und wunderst dich dann, warum das Wachs später nicht so gut hält oder da immer noch Fett rauskommt? Aufgepasst, dann habe ich jetzt was für dich:
Ach ja, alles mit Lösungsmitteln macht man bitte nur draußen an der frischen Luft und gern trotzdem neben Gummihandschuhen auch mit Atemschutzmaske.
Links seht ihr den ersten Gang, rechts dann das klare Waschbenzin nach mehreren Durchgängen.
Also No Shortcuts, das Ultraschallgerät
Das dauert bei mir maximal zehn Minuten. Man kann es hier auch übertreiben, etwa wenn man das auf eine halbe Stunde einstellt und 300 ml alkalische Lösung in zwei Liter Wasser tut, fangen auch hochwertige Ketten an zu gammeln und laufen an.
Weil ich das auch immer wieder gefragt werde, nein, es ist keine gute Idee, brennbare Lösungsmittel per Ultraschallgerät zu erhitzen, um da noch mehr Fett und Späne rauszuholen, sonst macht es schlimmstenfalls irgendwann Puff.
Bevor es endlich ins Wachs geht, sollte man jetzt noch die Reste vom Ultraschallbad abspülen, sonst wirkt das wie ein fettiger Seifenfilm,. Ich mache das immer per Isopropanol und wieder per Einmachglas. Dieser Alkohol sorgt dann dafür, dass die Ketten beinahe klinisch rein und bereit für das Kettenspa sind, sprich das Wachsbad. Isopropanol ist übrigens auch sehr beliebt in der Fahrradfertigung, weil man damit, wenn das Rad komplett fertig ist, sämtliche Fett- und andere Flecken entfernen kann, ohne Lack und Gummi zu schädigen. In den Fertigungsstraßen der großen Hersteller wird das in Riesenmengen verbraucht.
Es bringt an dieser Stelle übrigens nur Nachteile, hier dann gutgemeint nochmal den Entfetter von Muc Off draufzukippen, weil man den noch rumstehen hat. Blank ist hier dann wirklich blank.
Eigentlich selbsterklärend, aber alle dieser Flüssigkeiten gehen bitte nach dem Benutzen zum Wertstoffhof und nicht einfach ins Klo. Was ich auch haarig finde, manchmal aber empfohlen wird: Einfach alles unter fließendem Wasser abspülen und damit dann ins Abwasser. Auf sowas kommt man wohl, wenn man in der Küche einen Häcksler am Abfluss hat und alles an Müll einfach runterspült. Also nochmal, bitte nicht machen.
Oben drauf sattelt ein Produkt, das ich zusammen mit Dry Fluid aus Berlin entwickelt habe, das es aber aus verschiedenen Gründen (Hauptgrund: Der Preis der Zusatzstoffe) nur auf fertigen Ketten bei mir gibt, das Dry Fluid Formula S Chain-Ceramic. Das ist auf anderer Wachsbasis gemischt, hält deutlich länger als alle anderen Produkte, braucht kein Einbrechen bevor es butterweich läuft plus es gibt dazu mit dem Dry Fluid Highend Kettengleitstoff zum Nachlegen.
Wer mag, der guckt mal in der Rubrik Schmierstoffe bei mir im Shop nach. Da findet man übrigens auch alles Sinnige zum Nachschmieren. Was es mit dem Thema auf sich hat, das behandelt der nächste Punkt.
Einmal gewachste Ketten sollte man aus meiner Sicht, wenn das umsetzbar ist, nur noch mit Heißwachs nachbehandeln. Ich löse das so, dass ich mehrere Ketten am Durchrotieren auf meinen Rädern habe und nach 300, 500 oder mehr Kilometern einfach eine frische aufziehe und die alte einfach wieder ins Wachs-Bad packe. Durch das Schwenken geht eventueller Dreck raus (und ja, ins Wachs-Bad) und ein neuer Film legt sich auf die Kontaktpunkte der Kette. Für sowas nehme ich immer ein separates Bad mit Molten Speed Wax wegen der minimalen Kontamination. Das ist aber zu vernachlässigen, auf einer Kette haften drei bis vier Gramm Wachs, eventueller Dreck und Staub durch gebrauchte gewachste Ketten ist ein Bruchteil davon. Wer mag, bei richtig durchgeholten Ketten gehen die bei mir vorher über Nacht ins Waschbenzin, das bricht den Großteil vom Altwachs auf. Den Tipp mit dem Kochtopf von früher empfehle ich nicht mehr, das hat sich hier nicht bewährt, da man eine Suppe aus Wachsaugen, Staub und Wasser kocht, die nie ganz von der Kette runtergehen wird.
Natürlich kann man es sich auch einfacher machen und die Kette am Rad nachschmieren. Das bietet sich an auf langen Touren, im Trainingslager, wenn man es nicht schafft, eine Zweitkette ins Gepäck zu schmeißen, wenn der ganze Aufwand einem zu viel und oder man einfach radschraubfaul ist. Auch dazu gibt der Markt inzwischen eine Menge fettfreier Driplubes oder auch Flüssigschmiermittel her, die auch alle das jeweils beste sind, fragt man denn die Anbieter. Ich empfehle auch hier wieder das auf Alkoholbasis von Dry Fluid, einfach weil das so gut und dünnflüssig in die Kette einsickert und im erwähnten Test der tour/bike von oben auf einem Level mit den richtig guten Heißwachsen war.
Wachsbasierte Flüssigschmiermittel, etwa Squirt, empfehle ich nicht mehr. Damit habe ich vor Ewigkeiten auch mal angefangen, aber die Standzeit und Verschmutzung fand ich nicht so toll. Zudem sind wachsbasierte Flüssigkeiten einfach dickflüssiger als Alkohol und gehen nicht so gut per Kapillarwirkung in die Kette. Wenn schon Wachs an dieser Stelle, dann folgender Tipp von mir: Stellt das Produkt vorher eine Viertelstunde auf die Heizung, schüttelt es und dann gutes Gelingen.
Flüssig schmiert man am besten über Nacht, lässt das dann einwirken und abtrocknen und wischt überschüssige Flüssigkeit dann ab. Weiterer Tipp, damit es gut eindringt in die Kette: Schräg schalten und dann auf dem Ritzelpaket vom oben beim Rückwärtsdrehen schmieren.
Ehrlicherweise muss man sagen, dass es das dann mir der supersauberen Kette auch war. Alle Flüssigkeiten, auch wenn sie sich Trockenschmierstoff nennen, hinterlassen zumindest beim Anfassen einen schwarzen Film.
Gewachste Ketten sind seit Jahren auch meine erste Wahl bei Regen und Schlamm. Einfach per Wasserschlauch abspülen und dann durch einen trockenen Lappen ziehen. Man sollte das Rad nach dem Fahren nur nicht einfach nass uns versifft in die Ecke stellen. Das beugt Flugrostbildung vor. Und ja, ich habe auch schon geölte Ketten, also die mit der schwarzen Schmirgelpaste eingeschmierten Teile rosten sehen, das ist halt alles eine Frage der fehlenden Pflege. Ein Märchen ist übrigens, dass heiß gewachste Ketten bei Frost nicht funktionieren. Bis minus 12 Grad kann ich das auf jeden Fall verneinen und darüber bleibe selbst ich eher drinnen.
Vor dem Montieren der gewachsten Kette muss diese bei fast allen Produkten eingebrochen werden, weil sie anfangs brettsteif sind, zumindest wenn man alles richtig gemacht hat.
Zusammenfassung:
Neue Kette verwenden
Kauft neue Ketten, um sicherzustellen, dass keine Schmutzpartikel das Wachs behindern.
Neue Ketten sind immer mit Rostschutzfett verpackt, das aber entfernt werden muss.
Wählt qualitativ hochwertige Ketten
Billigketten rosten schneller und haben eine schlechtere Lebensdauer.
Setzt auf Shimano Ultegra/XT oder SRAM Force/Red für eine langlebige Kette.
Fett entfernen
Entfernt das ursprüngliche Herstellerschmierfett mit Waschbenzin.
Lasst die Kette dazu über Nacht im Waschbenzin einweichen.
Kein Bremsenreiniger! Dieser enthält Rückfettstoffe, die ihr nicht auf der Kette haben möchtet. Bleibt bei Waschbenzin
Ultraschallbad für optimale Reinigung
Ein Ultraschallbad hilft, versteckte Fett- und Metallreste zu entfernen.
Verwendet ein gutes Ultraschallgerät mit ausreichender Heizleistung.
Abspülen mit Isopropanol
Nach dem Ultraschallbad solltest du die Kette mit Isopropanol abspülen, um alle Rückstände zu entfernen und sie für das Wachs vorzubereiten.
Blank ist dann blank, hier jetzt keinen Overkill mit was anderem anrichten.
Wachsbad – Die Kette muss richtig baden!
Die Kette wird für 3-4 Minuten im heißen Wachs gebadet.
Vermeidet Kochtöpfe und setzt auf einen Schongarer, um das Wachs gleichmäßig zu er- statt zu überhitzen.
Gutes Wachs auswählen
Verwendet hochwertiges Wachs wie Molten Speed Wax für lange Haltbarkeit und optimale Leistung.
Glaubt nicht jeden 0,2 Watt Claim der Hersteller.
Nachschmieren
Nach dem Fahren sollte die Kette regelmäßig mit Heißwachs nachbehandelt werden.
Nutzt ein Wachsbad für eine die Nachbehandlung und immer frisches Wachs für eure Rennketten.
Flüssige Schmiermittel als Alternative
Für weniger Aufwand könnt ihr du flüssige Schmiermittel wie den Dry Fluid High Kettengleitstoff verwenden.
Achtet darauf, dass die Flüssigkeit gut in die Kette eindringt und vor dem Fahren ablüften kann.
Gewachste Ketten bei Regen und Schlamm
Gewachste Ketten sind ideal bei Nässe und Schlamm – einfach abspülen und mit einem Tuch abziehen, um Flugrost zu vermeiden.
Einfahren der Kette
Beim ersten Gebrauch muss die Kette „eingebrochen“ werden, da sie anfangs etwas steif sein kann. Ein Kunststoffrohr hilft, die Kette zu lockern.
Fazit: Kettenwachsen – Der Baranski-Weg
Kettenwachsen ist keine Raketenwissenschaft, aber es macht einen riesigen Unterschied in Sachen Performance und Haltbarkeit, wenn man sich da etwas Mühe gibt. Mit den richtigen Produkten, der richtigen Technik und ein bisschen Geduld habt ihr bald eine Kette, die fast ewig hält und sich viel besser fährt. Übrigens, falls ihr das Ganze mal selbst ausprobieren möchtet, schaut in meinem Online-Shop vorbei. Dort gibt’s nicht nur Wachs, sondern auch alles andere, was ihr für eine perfekte Kette braucht. Oder kauft euch gleich eine meiner gewachsten Baranski Ketten.
The Ultimate Chain Waxing Guide by Der Baranski
Flashback:
About ten years ago, young Marcus was with a group of cyclists: „Hey, I’m Der Baranski, and I dip my bike chains in hot wax.“ The response was nothing but pitying laughter. What seemed like a quirky, oddball thing to do back then is now mainstream: hot waxing bike chains. And there’s a good reason for it:
Smooth Ride
The improved performance of waxed chains has been proven multiple times, most recently in tests by engineer Robert Kühnen for Tour and Bike. The test was well done and not only confirmed the marginal gains from chain waxing but also highlighted a second, more important point for many people than the few watts saved compared to factory grease, which is used as rust protection on chains:
Less Wear
Because less dirt and abrasion stick, all drivetrain components last much longer than with oil-based lubricants. Parts that were once treated like disposable items, like cassettes, chains, and chainrings, now often cost a small fortune. Want an example? The new 13-speed SRAM RED XPLR cassette for gravel bikes has a whopping MSRP of €675. You won’t see much of this anymore—like dirty derailleur pulleys—but if you do, it’s much less frequent.
No More „Idiot Tattoo“ on Your Calf
With no grease and depending on your aftercare, once hot-waxed chains stay much cleaner (except for a few exceptions down below). This means you won’t get laughed at anymore by your cycling buddies when you show up to a Tuesday ride with dirty calves or a pair of Rapha socks, or show greasy streaks on your couch, car ceiling, or your mom’s Persian rug.
To make sure newbies can get started with chain waxing as easily as possible, I’ve put together everything I’ve learned, from tips and dos to don´ts and common user mistakes—things I’ve either done myself or still get in my inbox regularly. And by the way, this isn’t rocket science, but sloppy work is still sloppy work.
So here are the ultimate chain waxing tips from Der Baranski. Everything below applies to the products I use and almost all others in the chain care realm. Oh, and if you want to buy wax, the necessary tools, or fully pimped chains from me, just head over to the derbaranski.shop—it was born from the same obsession I had back then.
Start with a New Chain
There’s no avoiding it, if we want to go full throttle, the chain needs to be thoroughly clean, grease- and dirt-free, for the wax to stick properly. So, go ahead, buy new chains. They may be coated in rust protection grease, but there’s no dust or dirt on them yet.
Quality of Chains
I’ve seen my fair share of cheap chains that already discolor during the ultrasonic cleaning. Budget versions of KMC were particularly bad. They rust easily. That’s why I only use Shimano Ultegra/XT or SRAM Force/Red chains. They’re durable enough, thanks to nickel-plating and chrome-plating on pins, rollers, and links.
Intermediate Step for Race Chains
Pro tip for race chains: I run new chains on the rollers once a year to polish them from the inside and squeeze out some more performance. After this, they go through the same process and release a black mess of grease and metal shavings. This setup is pre-configured for race season.
Remove the Factory Grease
The manufacturer’s grease is the last thing you should use for lubrication during actual riding. It’s only there to prevent rust while the chain’s sitting in a warehouse or shipping container. People often underestimate corrosion—just ask in Asia. I spent ages trying to get a grease-free chain and still, they come with a thick layer of grease. Getting rid of this grease is by far the most time-consuming step in chain waxing, but it’s worth it. After this, you’ll never have to do it again, and the waxed chain will last far longer. If your waxed chain starts squeaking after 100 kilometers, this is probably where you messed up. So, how do you do it right?
Good Old Washing Benzine
There are tons of “miracle” chain cleaners out there. I don’t need sprays or aerosols—just washing benzine, a microfiber cloth, and a big mason jar. I soak the chains overnight, then pull them out with rubber gloves, wipe them off, and put them back into fresh washing benzine until it stays clear after 2-3 rounds. SRAM chains are particularly sticky with their white lubricant. For several chains, this works better than for just one. If you like, you can filter the washing benzine with a coffee filter and reuse it at least once. If you’re thinking of using brake cleaner—don’t. It’s expensive, and most of it’s just washing benzine anyway, and it also contains additives that can ruin the chain. Remember, we want the chains clean, bare, and ready for the next step.
Ultrasonic Cleaning for Optimum Results
Once the chain’s cleaned, it might look shiny, but after an ultrasonic bath, you’d be shocked at how much more comes out (yes, from a brand-new chain!). That’s why you won’t want to skip this step. An ultrasonic bath removes not just grease, but also fine metal shavings. After this, the chain’s completely ready for the wax.
Final Rinse with Isopropanol
Before the wax bath, rinse off the ultrasonic residue with isopropanol. This ensures the chain is almost surgically clean and perfect for the wax bath. No shortcuts here—don’t ruin the progress with random degreasers!
Into the Wax!
The freshly cleaned, dry chains are now ready for their wax bath. I use a real slow cooker (the kind from the kitchen) to heat up the wax to around 90°C. Most hot waxing products are based on paraffin and a few additives like tungsten disulfide. Stirring the wax helps ensure the additives get into the chain. The chain should bathe for about 3-4 minutes.
Which Wax is Best?
It’s always the brand the manufacturer says is the best, of course. I’ve been using Molten Speed Wax for years—it’s made in the USA with paraffin. It’s easy to use, lasts forever, and performs top in tests. Plus, it’s affordable.
Re-waxing and Maintenance
After riding, the chain should be re-waxed with hot wax. I’ve got multiple chains rotating on my bike, and after 300-500 kilometers, I swap for a fresh one and pop the old one back into the wax bath. If you want to give your chain a fresh coat, use a separate bath with Molten Speed Wax.
Liquid Lubricants as an Alternative
If you prefer a simpler approach, you can use liquid lubricants, like the Dry Fluid High Kettengleitstoff, on your chain while riding. Just make sure it penetrates well and dries off.
Wet Conditions & Mud
Waxed chains perform great in rain and mud. After a ride, just rinse with water and wipe with a dry cloth to prevent rust. With oil-based chains, I’ve seen them rust even with regular maintenance—it’s all about keeping your gear clean.
Breaking in the Chain
Before mounting a waxed chain, it needs to be „broken in“ because it can be a bit stiff. Use a piece of plastic pipe to help loosen it up before riding.
Summary: Der Baranski’s Guide to Chain Waxing
- Start with a new chain
- Choose high-quality chains (Shimano, SRAM)
- Remove the factory grease
- Ultrasonic clean for best results
- Final rinse with isopropanol
- Wax bath for 3-4 minutes
- Choose good wax (Molten Speed Wax)
- Re-wax after every ride
- Use liquid lubes for less effort
- Handle wet conditions with care
- Break in the chain before use
Conclusion: Chain Waxing the Baranski Way
Chain waxing isn’t rocket science, but when you put in a little effort, it makes a huge difference in performance and longevity. With the right products, technique, and a bit of patience, you’ll soon have a chain that lasts almost forever and rides like a dream. Want to try it out for yourself? Check out my online shop for all the gear you need to get started or get one of my Baranski chains yourself!
How’s that?










