
das zeitfahrkettenblatt
Bei der Kettenblattwahl habe ich viel probiert über die letzten Jahre und jeden Trend mitgenommen: kleine, große, dünne, dicke, hohle, massive Kettenblätter usw.. Und nach ein paar Jahren auf ovalem Kram bin ich wieder bei runden Blättern angekommen und zwar ziemlich dicken aus massivem Aluminium. Ziemlich oldschool aber effektiv. Mal abgesehen von der besseren Schaltperformance […]

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1–2 Minuten
Kategorie
Archiv
Bei der Kettenblattwahl habe ich viel probiert über die letzten Jahre und jeden Trend mitgenommen: kleine, große, dünne, dicke, hohle, massive Kettenblätter usw.. Und nach ein paar Jahren auf ovalem Kram bin ich wieder bei runden Blättern angekommen und zwar ziemlich dicken aus massivem Aluminium. Ziemlich oldschool aber effektiv. Mal abgesehen von der besseren Schaltperformance bei rund hat mich oval auf Dauer nicht überzeugt. Und wie bei Nasenpflastern und Kompressionsstrümpfen ist das ein Muss, um eine Wirkung zu spüren. Was mir auch wichtig ist, ist die Tatsache, dass das Blatt ich nicht verwindet und am Umwerfer schleift. Das Mehrgewicht an dieser Stelle nehme ich also gern in Kauf. Zudem fahre ich ein recht großes Blatt mit satten 58 Zähnen. Nicht weil ich zwangsweise immer 58/11 trete, sondern weil es mir eine günstigere Kettenlinie auf den dicken Gängen erlaubt. Guckt mal bei euch, wie schräg die Kette bei sagen wir mal 54/11 läuft. Ich fahre auf den meistgefahrenen Ritzeln jetzt eine deutlich geradere Kettenlinie – und habe nach oben noch etwas Reserve, falls der Wind bergab von hinten kommt. Weiterer Vorteil: der größere Radius der Kette bringt weniger Reibungsverlust und Verschleiß. Damit das große Blatt mit dem Umwerfer passt, habe ich einen Adapter montieren müssen, der diesen nach oben und hinten wandern lässt. Das kleine Kettenblatt als Rettungsanker hat übrigens 42 Zähne. Hinten kombiniere ich das je nach Strecke mit einem elffach Ritzelpaket mit 11-25 oder 28 Zähnen. Kleine Anekdote am Rande: Als damals die 11er Ritzel eingeführt wurden, sagte mir ein Mitarbeiter eines der großen Anbieter, dass das aus Verschleiß- und Performancegründen eigentlich Unsinn sei. Haltet euch auf dem 11er einfach zurück bis auf die Bergab-Passagen oder den letzten Kilometer, dann hält es auch länger.



